Erlebnis zwischen Salzburg und Bayern – Der Untersberg

UntersbergAls nördlichster Ausläufer der Berchtesgadener Alpen und an der Grenze zwischen Salzburg und Bayern gelegen, kann der Untersberg sowohl als Salzburger wie auch als bayerischer „Hausberg“ angesehen werden. Dies lässt sich auch an der Namensgebung seiner beiden Gipfel erkennen, dem „Berchtesgadener Hochthron mit einer Höhe von 1973 Metern und dem Salzburger Hochthron mit einer Höhe von 1853 Metern. Zwei Drittel des Bergmassivs liegen auf bayerischer Seite.

Zur Bezeichnung „Untersberg“ finden sich erste Hinweise in einer Urkunde des Erzbischofs Konrad IV. von Salzburg aus dem Jahr 1306.

Touristische Erschließung

Touristisch wird der Untersberg vor allem durch die auf österreichischer Seite gelegene Untersbergbahn erschlossen. Diese Seilbahn nahm 1961 ihren Betrieb auf und verkehrt im Sommer wie auch im Winter. Von St. Leonhard führ die Bahn auf die Bergstation ( 1776 m) in der Nähe des Zeppezauerhauses.

Für Wanderer stehen auf Salzburger wie auf Bayrischer Seite zahlreiche Routen bereit. Wesentlich mehr Anspruch an die Kondition der Wanderer erfordern die Bewältigung des Reitsteiges und des Dopplersteiges von Glanegg aus. Es handelt sich dabei um künstlich angelegte, teilweise steile Treppen zum Geiereck (1805 m) bzw. zur Bergstation der Seilbahn.

Im südlichen Teil des Bergmassivs existieren auch für Kletterer einige Angebote

Neben Hütten, welche vom österreichischen bzw. bayrischen Alpenverein betrieben werden, finden Wanderer in den Sommermonaten zahlreiche private Almhütten zur Einkehr.

Für Schifahrer steht eine präparierte Abfahrt nach Fürstenbrunn in Österreich auf der Nord-Seite zur Verfügung. Sie weist eine Länge von über acht Kilometer auf.

Zwischen den österreichischen Gemeinden Fürstenbrunn und Glanegg liegt ein Steinbruch, aus dem der Untersberger Marmor gewonnen wurde und wird.

Da der Untersberg hauptsächlich aus Kalkstein besteht, existierten auch zahlreiche Höhlen, deren Erforschung bis heute andauert.

Untersberg-Sagen

Zur bekanntesten und in Österreich beliebtesten Sage zählt wohl jene von Kaiser Karl. Sie besagt, dass der Kaiser in seinem unterirdischen Thronsaal schläft. Jeweils nach hundert Jahren wacht er auf und schickt einen seiner Bediensteten hinaus, um zu sehen, ob die Raben noch um den Berg fliegen.

Eine zweite Version der Sage berichtet darüber, dass es sich beim schlafenden Kaiser um Friedrich Barbarossa handeln soll, dessen Bart bereits zwei mal um seinen Tisch gewachsen ist.

Wenn die Raben einmal nicht mehr um der Berg fliegen oder Barbarossas Bart zum dritten Mal um den Tisch gewachsen ist, verlässt der Kaiser den Berg. Dann beginnt die alles entscheidende Schlacht auf dem Walserfeld bzw. das Ende der Welt.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/7186/
Bild: Marco Barnebeck  / pixelio.de

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